Bologna Prozess Essay

Eine Erhebung von 2008 der Schweizerischen Rektorenkonferenz bei 5000 Studierenden an allen Schweizer Universitäten gibt Hinweise: Drei Viertel der Befragten sind zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrem Studium, 11 Prozent sind enttäuscht.

Über die Hälfte meinen, dass der Arbeitsaufwand pro Kreditpunkt mit 25–30 Stunden richtig eingeschätzt sei, etwa 30 Prozent halten ihn für grösser.

Nein, die Bologna-Reform ist nicht die Ursache für die wachsende Zahl von Studierenden, sondern die Antwort darauf.

Es war ein «Konsens des Unmuts» – über steigende Kosten, hohe Abbruchquoten, überlange Studiendauer, katastrophale Betreuungsverhältnisse – der dazu führte, dass 29 europäische Bildungsminister vor zehn Jahren in Bologna einmütig und ohne politische Debatte ihren Hochschulen ein zweistufiges Studienmodell verordnet haben.

Die Bologna-Reform sollte mit dem einheitlichen zweistufigen Studium und dem Kreditpunkte-System einen europäischen Hochschulraum schaffen.

«Studierende sind heute sehr zielorientiert.» Selbst Studienabbruch oder Fachwechsel erfolge meist im ersten Jahr und nicht erst nach 6 oder 8 Semestern wie früher.

Prüfungen sollten nicht mehr geballt am Ende des Studiums stattfinden, sondern das ganze Studium begleiten: für jede Lerneinheit ein Leistungsausweis.

Der jüngste Bologna-Barometer des Bundesamtes für Statistik vom September 2009 ermittelt die Auswirkung von Bologna auf Erfolgsquote, Studiendauer und Mobilität.

Die Zahl der Studierenden an den Schweizer Universitäten hat sich im Zeitraum von 19 verdoppelt: von 60 000 auf 120 000, die Zunahme begann also lange vor Bologna.

Rund 60 000 Studierende an Fachhochschulen kommen heute dazu.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

One thought on “Bologna Prozess Essay”